Das Projekt bietet Innovation für Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft, indem die digitale Spaltung hinsichtlich der Nutzung systemkritischer Verwaltungs- und privatwirtschaftlicher Service-Apps analysiert wird.
Einführung
Das Projekt untersucht die digitale Spaltungen in der Schweiz nach Ragnedda (2018), die drei Ebenen umfasst: Zugang zum Internet, digitale Kompetenzen und soziale Nutzung digitaler Erfahrungen. Unser Fokus liegt auf den letzten beiden: dem Umgang mit digitalen Verwaltungsangeboten (z. B. Online-Behördendienste) und deren sozialer Anwendung sowie Alltags-Apps (z. B. E-Banking, SBB-App). Ziel ist es, 1) relevante Applikationen für Schweizer Bürger*innen zu identifizieren, 2) Nutzungsherausforderungen zu verstehen und 3) Nachteile unzureichender Digitalkompetenz und “digitaler Zwänge” herauszuarbeiten. In Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen (Caritas – Digi-Treffs) und privatwirtschaftlichen Unternehmen werden diese Fragen erforscht. So trägt das Projekt zu einer inklusiven digitalen Gesellschaft bei, in der alle gleichberechtigt von digitalen Services profitieren, und fördert das Verständnis der Grenzen der Digitalisierung.
Vorgehen
Das Projekt vereint Expertise aus drei Disziplinen, um digitale Spaltungen in der Schweiz ganzheitlich zu adressieren. Die Social Design Perspektive stellt soziale Bedürfnisse und gesellschaftliche Partizipation zentral und verankert Inklusion auch systematisch im Design und in der Durchführung des Forschungsprojekts – mit dem Ziel, gerechtere digitale Transformationsprozessen zu gestalten. Das Institut Public Sector Transformation bringt Fachwissen zu öffentlicher Verwaltung, digitaler Transformation und Governance ein, um politische und organisatorische Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. User Experience (UX) und User Interface (UI) Design entwickeln und testen Prototypen, um sicherzustellen, dass digitale Anwendungen benutzerfreundlich, barrierearm und auf die tatsächlichen Kompetenzen der Nutzer*innen abgestimmt sind. Das Digital Sustainability Lab ergänzt dies mit der Fähigkeit, technische Lösungen zu realisieren und Prototypen in funktionale Anwendungen zu überführen. Diese interdisziplinäre Verbindung sorgt dafür, dass Empfehlungen wissenschaftlich fundiert, sozial wirksam und technisch umsetzbar sind.